Senmotic Laufschuhe im Härtetest

Unser Kunde Martin Hückstädt schrieb uns an und hatte einen Plan: Er wollte mit unserem Laufschuh-Modell "Speed" bei den Bieler Lauftagen einen 100 km (ja Hundert Kilometer!!) Lauf bestreiten. Ob wir die Schuhe danach neu besohlen würden, wenn er einen Bericht und ein paar Fotos sendet. Klar machen wir das... war unsere Antwort. Wobei wir davon ausgegangen sind, dass die 2,9 mm Sohle das locker mitmacht...

Hier nun sein Bericht zu seinem 100 km Lauf und zu unseren Schuhen

 

Wertes Senmotic-Team
Letztes WE habe ich an den Bieler Lauftagen den 100 km-Lauf bestritten. Dies war mein erstes Lauferlebnis. Bisher gab es keine Medallie bei mir, keinen überstandenen Marathon und natürlich keine Erfahrungen mit euren Schuhen über diese Strecke. Also viel Neues wurde ausprobiert. Ca. 98% der Läufer tragen gedämpfte Laufschuhe der unterschiedlichsten Marken. Neben mir habe ich nur noch einen anderen Minimalschuh gesehen. Ja, auch ein Barfußläufer war dabei.


Um 22 Uhr am Freitag fiel der Startschuss und nach 14 Stunden und 23 Minuten kam ich am Folgetag wohlbehalten ins Ziel. Die ersten 50 km finden während der Nacht auf viel Asphalt und Sand-Feldwegen statt. Mit guter Krafteinteilung ist bis hierher alles gut gegangen, es gibt noch weitere Laufteilnehmer die 21,2 km oder 56 km Läufe mitmachen. Ja, aber ab 56 km gibt es einen 15 km langen Streckenabschnitt, der «Ho-Chi-Minh-Pfad» genannt wird. Dies ist ein Waldweg mit vielen Steinen unterschiedlichster Größen, uneben, durchzogen von Wurzelwerk. Hier kam ich nach 7 Stunden Lauf früh morgens an, ohne zu wissen, was mich erwartet. Ich gestehe jeder Schritt hat mir hier Schmerzen bereitet. Die Füße versuchten den Unebenheiten nachzugeben, zeitgleich habe ich aber einen Laufstil bei dem ich den ganzen Fuß aufsetze, was einen stabilen Stand bedeutet. Somit blieb mir nichts anderers übrig als einfach schnell wieder mit den Füßen abzuheben und möglichst wenig Bodenkontaktzeit zu haben. Dies ist sogar förderlich für die Frequenz und somit die Geschwindigkeit. Auch die Massage an der Fußsohle vertrieb jegliche Müdigkeit und machte aufmerksam auf jeden Schritt. Schmerzen hatte ich ja sowieso bereits an verschieden Körperstellen.


Aber spätestens ab 75 km hatte meine Kraft beträchtlich nachgelassen und der Boden wurde auch wieder „sanfter“ und ich fiel zunehmend ins Gehen. Ja, ich gestehe hier haben mich 70-Jährige Damen und Herren überholt und ich konnte ihnen nur staunend nachschauen. Mein Kampfgeist erwachte erst wieder als mich auch jüngere Läufer überholten. Also kämpfte ich mit mir und zunehmend lief ich wieder und konnte sogar mit einem kleinen Sprint im Ziel einlaufen.


Nach all den Stunden habe ich nur eine Blase erhalten und natürlich eine Medallie. Irgendwie war der Bieler Lauf“ ein Gesundheitslauf“ für mich und eure Schuhe haben mich bei jedem Schritt sicher getragen. Ja, in den letzten Trainingswochen habe ich nach der neuen Besohlung durch Euch sehr auf die Abnutzung der Sohle geachtet. Na ja bei 2 mm Sohle ist mit dem „Radiergummieffekt“ schnell ein Loch in der Sohle. Um so mehr habe ich mich gefreut nach den 100 km die Sohle so gut wie unverändert vorzufinden.

 

Bereits am Folgetag des Laufes überlegte ich mir wie ich in Zukunft weitere Läufe mit senmotic-Schuhen bestreiten könne und habe prompt auf den Rennsteiglauf Lust bekommen.

 

Daraufhin erhielten wir von unserem Kunden Ingo S. folgende Nachricht...

 

Sehr geehrtes Senmotic Team,

 

ich habe auf Eurer Homepage den hoffentlich nicht ganz ernst gemeinten Härtetest Eurer Barfußschuhe bei einem 100km Lauf gelesen. Respekt an den Läufer - 100km würde ich niemals schaffen - aber für Eure Schuhe ist das aber sowas von gar keine Herausforderung.

 

Ich trage Eure Schuhe seit 2012. Damals habe ich mir im November das erste Paar Revolution F1 gekauft. Seither bin ich bekennender Barußfgänger. Dieses erste Paar habe ich anfangs täglich im Alltag sowie auf der Arbeit und in der Freizeit getragen. Später kamen weitere 5 Paar Senmotic Schuhe hinzu wodurch die Belastung des ersten Paares natürlich abnahm. Und dennoch trage ich dieses erste Paar nun seit bestimmt 3 Jahren täglich exklusiv als Arbeitsschuh auf der Arbeit. Dabei handelt es sich sowohl um Bürotätigkeit wie auch teilweise extreme Belastungen in unseren Werkshallen mit Ölen, Schmierstoffen sowie Bohrspänen am Boden. Das steckt die Sohle problemlos weg.

 

Mittlerweile ist das Profil der Sohle teilweise schon plan - aber weist keinerlei Durchstiche oder Löcher auf. Die Schuhe sind einfach toll verarbeitet. Alle Nähe, Ösen und Klebungen sind nach wie vor intakt. Einzig die Fersenbereiche sind innen schon länger durchgescheuert. Da half schon mehrfach schwarzes Gewebeklebeband und die Schuhe gingen immer wieder in die nächste Runde.

 

Nach fast 5 Jahren Dauereinsatz kann ich nur ein Fazit abgeben: Ich bin begeistert.

 

Gruß aus Göttingen

Ingo

 

 

Kleiner Nachtrag von uns: Die Barfußschuhe der Revolution-Serie haben wir schon vor längerer Zeit eingestellt. Die Dinger haben einfach zu lange gehalten. War ja fast schon geschäftsschädigend für uns. ;-)

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Kommentare: 3
  • #1

    NL (Montag, 31 Juli 2017 13:00)

    Wahnsinn. Erstens Dein Mut überhaupt für 100 km loszulaufen, Martin, zweitens, dass Du durchgehalten hast und angekommen bist, und drittens, dass die Sohle das *unverändert* trotz des teilweise rauen Untergrunds übersteht... Eine bessere Bestätigung, dass Senmotic-Kund/innen ihr Geld gut anlegen, gibt es nicht!

  • #2

    HW (Sonntag, 03 September 2017 18:30)

    "Kleiner Nachtrag von uns: Die Barfußschuhe der Revolution-Serie haben wir schon vor längerer Zeit eingestellt. Die Dinger haben einfach zu lange gehalten. War ja fast schon geschäftsschädigend für uns. ;-)"

    Heist das, daß die aktuellen Modelle nicht mehr sehr haltbar sind?
    Wäre schade, ist für mich ein entscheidender Kauffaktor.
    Meine Meinung: Kurzlebige Produkte (und Hersteller) sind vom Aussterben bedroht, ich kaufe auf jeden Fall nur noch Haltbare, Reparierbare.

    Gott zum Gruße

  • #3

    Senmotic-Team (Sonntag, 03 September 2017 18:40)

    @ HW

    Es bedeutet, dass unser Humor missverstanden wird. Obwohl wir ihn deutlich mit ;-) als solchen kennzeichnen.

    Wir sind übrigens Atheisten. Gott sei Dank. ;-)